Studentinnenhaus Sonnegg

Gemeinsam mit Viktoria Rakers begaben wir uns auf eine Reise durch ihre naturwissenschaftliche Karriere sowie in ihr heutiges Berufsfeld, der Pharmaindustrie. Der vielfältige Werdegang der ehemaligen Sonnegg-Studentin begann in Zürich mit dem Studium der interdisziplinären Wissenschaften mit Schwerpunkt Chemie und Biologie an der ETH. Weiter lockte es Viktoria für den Master nach Cambridge sowie für diverse interessante Projekten in den Vereinigten Staaten. Nicht zuletzt zeugte die abschliessende Doktorarbeit in London von ihrer grossen Begeisterung im Feld der biochemischen Moleküle. Dieses Interesse konnte sie uns weitervermitteln mit einem weiteren spannenden Einblick in die Pharmaindustrie, wo das Abenteuer vom Molekül zum Medikament zur täglichen Mission geworden ist. Vielen Dank Viktoria Rakers für Ihre interessanten Beiträge und die hilfreichen Tipps für unsere angehenden Wissenschaftler!

Die Aussicht auf das Leben in der “echten Welt” nach dem Studium birgt für viele Studenten Unklarheiten und Fragen. Um diese (zumindest ansatzweise) zu klären und generell einen Überblick der verschiedenen Möglichkeiten zu bieten, hatten wir letzten Dienstag in Sonnegg einen besonderen Gast: Giulia Bruschi. Nach ihrem Bachelor in „Business Administration“ und Master in „Accounting and Finance“ an der Universität St. Gallen ist sie, nach einigen für sie sehr prägenden Praktika, seit 3 Jahren in der Consulting Firma „Prophet“ im „brand marketing“ tätig.

Sie erzählte uns von ihren ersten Schritten nach dem Studium, z.B. wie sie durch die verschiedensten Erfahrungen ihre Prioritäten bezüglich beruflichem Umfeld und Work-Life-Balance zu setzen lernte. Es entstanden sehr anregende Diskussionen, über sowohl den Einfluss des Einzelnen auf das Arbeitsklima und die Ausrichtung einer Firma im Generellen als auch Consulting im Spezifischen. Alles in allem ein sehr spannender Abend, vielen Dank Giulia!

Am Dienstag, den 29. Oktober durften wir in Sonnegg an einem spannenden Vortrag über das Leben in Südafrika teilnehmen. Vanessa, eine Biologiestudentin und Bewohnerin des Studentinnenhauses, erzählte über das Leben in ihrer Heimatstadt Johannesburg. Ursprünglich in Deutschland geboren, hat Vanessa ihr ganzes Leben in Südafrika mit ihrer Familie gelebt und dort die Deutsche Schule besucht. Der Umzug nach Zürich ist für sie nun ein komplett neues Erlebnis. 

So schilderte sie auch wie anders das Leben in Johannesburg gewesen ist. Das Klima, die Fauna, die Schere zwischen Arm und Reich, und das Nachtleben waren einige der Themen, die uns Zuhörer sehr beeindruckten. Außerdem bekamen wir nicht nur einen super Eindruck über die Geschichte, die politische Situation und die Wirtschaft in Afrika, sondern erfuhren auch mehr über das alltägliche Leben auf diesen Kontinent. Wir alle empfanden es als einen sehr interessanten und amüsierenden Vortrag!

Wir danken Vanessa ganz herzlich!

Letzte Woche wurde im Sonnegg ein Mädchentraum wahr als uns die professionelle Balletttänzerin Elisabeth Wisenberg besuchte.

In einer gemütlichen Runde erzählte sie uns von ihrem Kindheitstraum Ballerina zu werden und wie sie diesen schlussendlich erreichen konnte. 

Ihre Euphorie für das Ballett war durchweg ansteckend und schnell verloren wir uns in den endlosen Geschichten, welche sie mit uns teillte. Elisabeth gab uns einen faszinierenden Einblick in ihren Alltag und wir lachten zusammen über ihre Erlebnisse hinter der Bühne. Besonders begeisterten uns die Videos von ihren Ballettauftritten und die unzähligen Ballettschuhe, welche sie jeden Monat durchtanzt. 

Mit ihrer Hingabe und Leidenschaft zum Ballett begleitete uns den gesamten Abend und gab uns einen unvergleichlichen Einblick in die Welt hinter dem Ballett. Vielen Dank für diesen unvergesslichen Abend.

Underdog: How classical music changed my life – Holly Hyun Choe

Hinter jedem Talent steckt eine einzigartige Geschichte mit Sonne und Schatten und vor allem mit einer kräftigen Leidenschaft: für Holly Hyun Choe war sie die Musik, die sie zur Entdeckung ihrer Berufung führte. Heute ist Holly eine erfolgreiche Dirigentin. In einer informellen, freundlichen Atmosphäre in Sonnegg, erzählte sie uns über ihren Beruf und ihren Weg dahin. Es wurde uns sofort klar, dass alles im Leben zur Verwircklichung eines Traums mitspielen kann. Es braucht dazu Talent, Hoffnung und viel, viel Übung! Vielen Dank Holly, dass du deine Zeit mit uns geteilt hast und mit deinem Humour, Motivation und Energie uns alle inspierieren konntest.

Sustainability – Was kann ich selbst dazu beitragen?

Diese Woche fand in Sonnegg wieder ein spannender Vortrag zu einem höchst aktuellen Thema statt. Frau Petrissa Eckle, Direktorin des sus.lab von der Gruppe Sustainability& Technology der ETH Zürich, referierte über „Globale Herausforderung und ein gutes Leben für 10 Mrd. Menschen“. Zuerst lieferte sie den Anwesenden einen interessanten, wenn auch etwas ernüchternden, Überblick über Fakten und Zahlen zu Klimawandel und CO2-Emissionund damit verbundene Ziele, die die Menschheit sich gesetzt hat, um den entstandenen (und noch entstehenden) Schaden einzudämmen. Auch stellte sie uns laufende Projekte ihrer Gruppe am sus.lab vor und gab uns damit einen Eindruck von möglichen Lösungsansätzen, wie die CO2-Emission in Zukunft drastisch reduziert werden kann.

Erst richtig wurde die Diskussion aber entfacht, als Frau Eckle zur Frage kam, wie man selbst „moresustainable“ sein kann. Zu den grössten„CO2-Sünden“ gehören Dinge wie Flugreisen, Autofahren und Fleischkonsum, also gilt es gerade diese möglichst zu reduzieren.

Wenn man als normaler Durchschnittsbürger – geprägt von den Medien, verschiedenen Extremen und eigenen Erfahrungen – vor solche Problematiken gestellt wird, ist es oftmals schwierig, diese richtig einzuschätzen und eine vernünftige Linie zu finden. Man fragt sich, ob man von nun an komplett aufs Fliegen oder Fleisch-Essen verzichten muss oder ob man auch noch ein guter Mensch ist, wenn man trotzdem ab und zu ein Flugticket bucht und Fleisch konsumiert. Wo ist da die Grenze? Es war schön zu sehen, dass auch Experten wie Frau Eckle keine absoluten Extremisten sind und die perfekte Antwort darauf nicht kennen – das Ganze wirkt so irgendwie glaubwürdiger. Auf jeden Fall haben der Vortrag und die darauf folgenden Diskussionen zum Denken angeregt. Vielen Dank für diese spannenden Informationen und Inputs!

Mittagessen in Quartier, Frühlingssemester
Wieso wird ein Mensch süchtig? prakt. med. Maja Hess

Ausgehend vom Bericht über die offene Drogenszene auf dem Platzspitz in Zürich in den 80-er und 90er-Jahren, erklärte uns Maja Hess, welche Faktoren bei einem Menschen dazu führen können, süchtig zu werden. In eindrucksvoller Weise schilderte sie auch, wie damals ein Programm erarbeitet wurde, um diesen Menschen zu helfen. Insgesamt förderte der interessante Vortrag unser Verständnis für abhängige Menschen und zeigte uns Wege auf, wie ihnen effektiv geholfen werden kann. Vielen Dank für diese wertvollen Inputs.

Gemeinsam Znacht

Dieses Semester pflegen wir eine neue Art von sozialem Engagement: Gemeinsam Znacht. Eine Initiative, die in Zürich gegründet wurde und bereits in mehreren Schweizer Städten gepflegt wird. Flüchtlinge werden von Einheimischen eingeladen für ein gemeinsames Abendessen, um ihnen einen Einblick in unsere Kultur zu gewähren und um sich gleichzeitisich selber für uns unbekannte Menschen zu öffnen.

Unsere jungen Gäste kamen einmal aus Syrien, ein anderes Mal aus Afghanistan. Wir hatten jeweils ein gemütliches Abendessen mit einem feinen Menu, zum Beispiel Gemüselasagne, Salat und zum Dessert Zitronen-Mousse. Im Anschluss setzten wir uns im zusammen zum Plaudern. Bei einer Tasse Tee und Guetzli gab es einen angeregten Austausch. Die Stimmung war sehr angenehmen. Die Flüchtlinge haben uns über ihre jeweilige Geschichte erzählt, über ihre aktuelle Situation in der Schweiz, über ihre Familien….Wir haben ihnen erklärt wie unsere Ausbildung funktioniert. Unter anderem haben wir uns über Sprachen unterhalten und sie haben uns ein paar Worte Arabisch beigebracht und erklärt, wie diese Sprache funktioniert. Auch erklärten wir uns gegenseitige verschiedene kulturelle Bräuche und Feste.

Insgesamt hat uns dieser Anlass sehr bereichert. Wir haben durch unsere Gäste eine für uns ganz fremde Realität kennengelernt und waren beeindruckt, was diese jungen Menschen mitgemacht haben und mit welchem Mut sie in die Zukunft gehen. Wir waren sehr berührt und wurden zum Nachdenken angeregt.

Mittagessen im Quartier
Am 28, Oktober war es wieder soweit. Ein paar Studentinnen von Sonnegg trafen sich mit älteren Leuten vom Kreis 6 im Quartierhaus, um gemeinsam ein Mittagessen zu kochen. Patricia, die diesen Event organisiert, ist leider krank und kommt mit letzter Kraft vorbei, um die Zutaten zu bringen: herzlichen Dank! Nachher muss sie schnell nach Hause ins Bett. Die anderen beginnen gemeinsam, die Arbeit aufzuteilen: es gilt den Teig vorzubereiten, Gemüse zu rüsten, Salatsauce zuzubereiten und ein Dessert zusammen zu mischen. Viel Arbeit, so dass alle beschäftigt sind. Dabei teilt die ältere Generation von ihrer langjährigen Lebens- und Kocherfahrung mit. Es entsteht eine nette Atmosphäre mit einem regen Austausch und gegenseitiger Anteilnahme! Nach dem feinen Zmittag verlängert sich der Anlass beim Kaffee bis in den frühen Nachmittag, bis einer um der andere aufbrechen muss. Und für viele steht schon klar, auch nächstes Semester werden sie wieder dabei sein!
Latein, das English von früher

Letzten Mittwoch hatten wir Frau Prof. Carmen Cardelle für einen Vortrag zum Thema «Latein, das
Englisch von früher» in Sonnegg zu Gast.
Frau Prof. Cardelle sprach darüber, wie sich das Latein durch die Jahrhunderte hindurch entwickelt
hat und zog Parallelen zum Englischen in der Gegenwart. Latein war die Sprache des Römischen
Reiches in Europa, Nordafrika und einem Teil von Asien. Die Leute in diesen Gebiete haben es bis
ungefähr ins 17. Jahrhundert verstanden. Es war sehr interessant zu lernen, dass die Mobilität
zwischen den Universitäten im Mittelalter sehr gross war, weil alle Fächer und Bücher auf Latein
geschrieben wurden. Je mehr Leute Latein gesprochen haben, desto mehr hat sich die Sprache nach
und nach vereinfacht. Das Ziel war eine klare Kommunikation und im Gegenzug wurde die Schönheit
und Eleganz der Sprache teilweise verloren.
Etwas Ähnliches geschieht mit dem Englischen heutzutage. Im 21. Jahrhundert ist Englisch die
«Vatersprache» aller Wissenschaftler. Englisch (wie das Latein in der Vergangenheit) hat klare
Bedeutungen und ist relativ einfach zu lernen. Leider wird dafür die Struktur des Englischen Schritt
für Schritt vereinfacht. Beide, Latein und Englisch, sind sehr flexible Sprachen. Das hilft den Leuten,
die Angst zu verlieren, diese Sprache zu benutzen. Lustig war es auch zu erfahren, dass die Freiheit in
der Benutzung des Lateins teilweise durch schlechte Übersetzungen der Bibel herrührt. Das Latein ist
da nicht ganz korrekt angewandt, aber niemand würde sich trauen zu sagen, dass die Worte der
Bibel falsch sind.
Die Gefahr der sprachlichen Freiheit ist nebst allen Vorteilen, dass es in der Zukunft wahrscheinlich
nicht eine englische Sprache geben wird, sondern mehrere. Andere Sprache wie Französisch oder
Spanisch sind durch die Sprachakademien stark geregelt. Das vermeidet grosse Änderungen über die
Zeit, macht es aber schwieriger, dass sich eine Sprache global durchsetzt.
Auch die Politik beeinflusst die Entwicklung der Sprache. Nach dem Latein wurde das Deutsch als
wissenschaftliche Sprache genommen, das Französisch als Sprache der Diplomatie. Nach dem Sieg
der USA im 2. Weltkrieg gewannen die Amerikanische Universitäten und somit das Englisch an Kraft.
Am Ende des Vortrags gab es Zeit für Fragen und für einen informellen Austausch, wobei Frau Prof.
Cardelle über die Rolle der Frau an der Universität gesprochen hat und mit uns ihre persönlichen
Erfahrungen bezüglich des Gleichgewichts zwischen Karriere und Familie geteilt hat.
Vielen Dank an Frau Prof. Carmen Cardelle für Ihren spannenden Vortrag!
(Marina Martinez de Aguirre)

Auf den Spuren der letzten matriarchalischen Gesellschaft

Wovon wohl schon jeder einmal geträumt hat, das ist für Paola Arrizi und ihre Kollegin Chloé wahr geworden: bei einem Wettbewerb eine Reise zu gewinnen. Und zwar die, die man sich selber gewünscht und ausgesucht hat. So lautete die Aufgabenstellung eines Wettbewerbes, den die zwei Gymnasiastinnen gemeinsam gemacht haben: Plane deine Traumreise! Ihre Reise führte auf äusserst abenteuerliche Weise während fünf Wochen durch China und Nepal…Meist auf eigene Faust, mit tagelangen Zugfahrten und nur teilweise einer Reisegruppe angeschlossen, lernten sie eine ganz andere Kultur kennen und waren überrascht und erfreut über die freundliche und wohlgesinnte Aufnahme durch Menschen, mit denen sie sich zum Teil nur durch Zeichen verständigen konnten. Enttäuschend war nur: die matriarchalische Gesellschaft existiert wohl nur mehr als Touristenattraktion. Nichtsdestotrotz: die Reise war ein tolles Erlebnis und wir haben uns gefreut, diesen spannenden Reisebericht zu hören!