Studentinnenhaus Sonnegg

We enjoyed having Chiara Saffirio here, who is an assistant professor at the department of mathematics and computer sciences at the university of Basel. We received a thought-provoking talk, where she successfully took on the challenge of presenting a time paradox to an audience unfamiliar with the realms of mathematical physics. Starting off with everyday examples for reversible or irreversible processes in time (for example you can’t unbreak an egg, but a billiard ball’s path is not a one-way street), she eased us into Newton’s laws of physics – according to which the collisions of atoms are reversible. On the contrary the existence of entropy opposes this idea. It was interesting to see how this paradox was resolved using purely mathematical concepts.
Thank you, Chiara, for broadening our horizons by giving us insight into your fascinating area of expertise. It was a pleasure!

Homo Curiosus

Dr. Eve Huber, Neurowissenschaftlerin und zugleich eine starke, junge Frau, hat uns im Sonnegg besucht. In einem informellen und persönlichen Q & A ermöglichte sie uns Einblicke in ihren PhD und Werdegang. Durch ihre inspirierende Art konnte sie uns alle in den Bann ziehen: passioniert sprach sie über ihre Erfahrungen und teilte ihre Lebensweisheiten, die sie über die Jahre gesammelt hat. Dazu gehören folgende drei wertvolle Tipps, welche wir uns garantiert hinter die Ohren schreiben:

  • «Schliesse dein Studium ab, auch wenn es manchmal nervt.»

Das sei wichtig, denn ein Abschluss eröffnet uns in der Zukunft viele Türen.

  • «Lerne nicht nur für die Prüfungen, sondern fürs Leben.»

Man solle Prioritäten setzen und nicht Zeit in etwas investieren, was einem später nichts bringen wird.

  • «Kenne deinen Wert und stehe zu deinen Fähigkeiten.»

Das ist wohl die Schlüsselaussage des Abends: Wir sollen uns Zeit nehmen, um uns selbst und damit unsere Ziele, Wünsche und Werte besser kennenzulernen. Falls wir eines Tages vor einem Dilemma stehen sollten, in welchem diese verletzt werden, sollen wir den Mut haben, zu unseren Werten zu stehen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei dir Eve für den spannenden Abend und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen!

Ein Besuch auf dem Spielplatz der Tieftemperaturphysik

«Heute dreht sich alles um Elektronen, eine Probe – und mich.»
So begrüsste uns die Experimentalphysikerin Rebekka Garreis zu ihrem Vortrag. Sie lud uns auf einen Besuch auf dem Spielplatz der Tieftemperaturphysik ein. Einen Spielplatz, dessen Tore wir uns vorher nur aus der Distanz anzusehen gewagt hatten. Doch das kümmerte Rebekka nicht. Bestimmt führte sie uns immer näher an den Spielplatz heran und schliesslich durch die Tore.
Doch zurück zum Anfang. Zurück zur Probe. Im Mittelpunkt stehen die Elektronen. Elektronen, die bei grünem Ampellicht eine Strasse überqueren. Elektronen, die bei rotem Licht vor der Strasse stehenbleiben. Und schliesslich die üblen Kerle, die sogar bei rotem Licht über die Strasse gehen, wenn niemand guckt. Und alle diese Elektronen werden gemessen. Denn wenn einige Elektronen laufen, dann fliesst der Strom. Im Diagramm sieht man ihn an den Peaks. Manchmal sind sie höher, manchmal tiefer. Mithilfe eines Detektors, den Rebekka an die Probe anschliesst, verwandelt sie alle Peaks in gleichhohe Stufen. Nun entgeht ihr kein laufendes Elektron mehr. So weit so gut. Aber warum «Tieftemperatur»-physik?
Je wärmer die Umgebung der Elektronen ist, desto flacher fällt die Kurve aus. Aber was Rebekka braucht, sind Peaks. Also runter mit der Temperatur!
Nun sind wir auf dem Spielplatz angelangt. Aber wozu das ganze Gebilde? Hinter dem Spassfaktor steckt ein grösseres Ziel: der Quantencomputer. Das Ziel dieses Computers ist, dass er viel schneller rechnet, als ein herkömmlicher Computer und noch dazu Dinge, die der herkömmliche gar nicht in der Lage ist zu rechnen (ausser wir gäben ihm eine Million Jahre Zeit dafür). Aber was hat das mit Rebekkas Elektronen zu tun? Angenommen, sie fügt eine zweite Strasse ein, welche die Elektronen überqueren können. Nun gibt es Strasse 0 und Strasse 1. Wenn wir nicht hingucken, wissen wir nicht wo die Elektronen sich befinden. Sie können sich nicht nur auf Strasse 0 oder 1 befinden, sondern überall dazwischen. Und genau dieser Trick soll dazu führen, dass der Quantencomputer alle Möglichkeiten auf einen Schlag ausrechnet. Crazy. Und am Anfang war die kleine Probe. Klein aber oho. Rebekka zeigte uns eine Probe in unfertiger Form und liess uns sogar mit dem dafür wichtigen Bestandteil Graphen hantieren. Auf die Frage, wie lange es denn ginge, bis solch eine funktionierende Probe hergestellt sei, antwortete sie lächelnd: «Für meine jetzige Probe habe ich alles in allem um die 2 Jahre gebraucht.» Puh. Da überlassen wir es lieber ihr, sich auf dem Spielplatz auszutoben. Doch vielleicht wird sich nach diesem wunderbaren Vortrag die ein oder andere irgendwann auf dem Spielplatz der Tieftemperaturphysik wiederfinden.

 

Gemeinsam mit Viktoria Rakers begaben wir uns auf eine Reise durch ihre naturwissenschaftliche Karriere sowie in ihr heutiges Berufsfeld, der Pharmaindustrie. Der vielfältige Werdegang der ehemaligen Sonnegg-Studentin begann in Zürich mit dem Studium der interdisziplinären Wissenschaften mit Schwerpunkt Chemie und Biologie an der ETH. Weiter lockte es Viktoria für den Master nach Cambridge sowie für diverse interessante Projekten in den Vereinigten Staaten. Nicht zuletzt zeugte die abschliessende Doktorarbeit in London von ihrer grossen Begeisterung im Feld der biochemischen Moleküle. Dieses Interesse konnte sie uns weitervermitteln mit einem weiteren spannenden Einblick in die Pharmaindustrie, wo das Abenteuer vom Molekül zum Medikament zur täglichen Mission geworden ist. Vielen Dank Viktoria Rakers für Ihre interessanten Beiträge und die hilfreichen Tipps für unsere angehenden Wissenschaftler!

Die Aussicht auf das Leben in der “echten Welt” nach dem Studium birgt für viele Studenten Unklarheiten und Fragen. Um diese (zumindest ansatzweise) zu klären und generell einen Überblick der verschiedenen Möglichkeiten zu bieten, hatten wir letzten Dienstag in Sonnegg einen besonderen Gast: Giulia Bruschi. Nach ihrem Bachelor in „Business Administration“ und Master in „Accounting and Finance“ an der Universität St. Gallen ist sie, nach einigen für sie sehr prägenden Praktika, seit 3 Jahren in der Consulting Firma „Prophet“ im „brand marketing“ tätig.

Sie erzählte uns von ihren ersten Schritten nach dem Studium, z.B. wie sie durch die verschiedensten Erfahrungen ihre Prioritäten bezüglich beruflichem Umfeld und Work-Life-Balance zu setzen lernte. Es entstanden sehr anregende Diskussionen, über sowohl den Einfluss des Einzelnen auf das Arbeitsklima und die Ausrichtung einer Firma im Generellen als auch Consulting im Spezifischen. Alles in allem ein sehr spannender Abend, vielen Dank Giulia!

Am Dienstag, den 29. Oktober durften wir in Sonnegg an einem spannenden Vortrag über das Leben in Südafrika teilnehmen. Vanessa, eine Biologiestudentin und Bewohnerin des Studentinnenhauses, erzählte über das Leben in ihrer Heimatstadt Johannesburg. Ursprünglich in Deutschland geboren, hat Vanessa ihr ganzes Leben in Südafrika mit ihrer Familie gelebt und dort die Deutsche Schule besucht. Der Umzug nach Zürich ist für sie nun ein komplett neues Erlebnis. 

So schilderte sie auch wie anders das Leben in Johannesburg gewesen ist. Das Klima, die Fauna, die Schere zwischen Arm und Reich, und das Nachtleben waren einige der Themen, die uns Zuhörer sehr beeindruckten. Außerdem bekamen wir nicht nur einen super Eindruck über die Geschichte, die politische Situation und die Wirtschaft in Afrika, sondern erfuhren auch mehr über das alltägliche Leben auf diesen Kontinent. Wir alle empfanden es als einen sehr interessanten und amüsierenden Vortrag!

Wir danken Vanessa ganz herzlich!

Letzte Woche wurde im Sonnegg ein Mädchentraum wahr als uns die professionelle Balletttänzerin Elisabeth Wisenberg besuchte.

In einer gemütlichen Runde erzählte sie uns von ihrem Kindheitstraum Ballerina zu werden und wie sie diesen schlussendlich erreichen konnte. 

Ihre Euphorie für das Ballett war durchweg ansteckend und schnell verloren wir uns in den endlosen Geschichten, welche sie mit uns teillte. Elisabeth gab uns einen faszinierenden Einblick in ihren Alltag und wir lachten zusammen über ihre Erlebnisse hinter der Bühne. Besonders begeisterten uns die Videos von ihren Ballettauftritten und die unzähligen Ballettschuhe, welche sie jeden Monat durchtanzt. 

Mit ihrer Hingabe und Leidenschaft zum Ballett begleitete uns den gesamten Abend und gab uns einen unvergleichlichen Einblick in die Welt hinter dem Ballett. Vielen Dank für diesen unvergesslichen Abend.

Underdog: How classical music changed my life – Holly Hyun Choe

Hinter jedem Talent steckt eine einzigartige Geschichte mit Sonne und Schatten und vor allem mit einer kräftigen Leidenschaft: für Holly Hyun Choe war sie die Musik, die sie zur Entdeckung ihrer Berufung führte. Heute ist Holly eine erfolgreiche Dirigentin. In einer informellen, freundlichen Atmosphäre in Sonnegg, erzählte sie uns über ihren Beruf und ihren Weg dahin. Es wurde uns sofort klar, dass alles im Leben zur Verwircklichung eines Traums mitspielen kann. Es braucht dazu Talent, Hoffnung und viel, viel Übung! Vielen Dank Holly, dass du deine Zeit mit uns geteilt hast und mit deinem Humour, Motivation und Energie uns alle inspierieren konntest.

Sustainability – Was kann ich selbst dazu beitragen?

Diese Woche fand in Sonnegg wieder ein spannender Vortrag zu einem höchst aktuellen Thema statt. Frau Petrissa Eckle, Direktorin des sus.lab von der Gruppe Sustainability& Technology der ETH Zürich, referierte über „Globale Herausforderung und ein gutes Leben für 10 Mrd. Menschen“. Zuerst lieferte sie den Anwesenden einen interessanten, wenn auch etwas ernüchternden, Überblick über Fakten und Zahlen zu Klimawandel und CO2-Emissionund damit verbundene Ziele, die die Menschheit sich gesetzt hat, um den entstandenen (und noch entstehenden) Schaden einzudämmen. Auch stellte sie uns laufende Projekte ihrer Gruppe am sus.lab vor und gab uns damit einen Eindruck von möglichen Lösungsansätzen, wie die CO2-Emission in Zukunft drastisch reduziert werden kann.

Erst richtig wurde die Diskussion aber entfacht, als Frau Eckle zur Frage kam, wie man selbst „moresustainable“ sein kann. Zu den grössten„CO2-Sünden“ gehören Dinge wie Flugreisen, Autofahren und Fleischkonsum, also gilt es gerade diese möglichst zu reduzieren.

Wenn man als normaler Durchschnittsbürger – geprägt von den Medien, verschiedenen Extremen und eigenen Erfahrungen – vor solche Problematiken gestellt wird, ist es oftmals schwierig, diese richtig einzuschätzen und eine vernünftige Linie zu finden. Man fragt sich, ob man von nun an komplett aufs Fliegen oder Fleisch-Essen verzichten muss oder ob man auch noch ein guter Mensch ist, wenn man trotzdem ab und zu ein Flugticket bucht und Fleisch konsumiert. Wo ist da die Grenze? Es war schön zu sehen, dass auch Experten wie Frau Eckle keine absoluten Extremisten sind und die perfekte Antwort darauf nicht kennen – das Ganze wirkt so irgendwie glaubwürdiger. Auf jeden Fall haben der Vortrag und die darauf folgenden Diskussionen zum Denken angeregt. Vielen Dank für diese spannenden Informationen und Inputs!

Mittagessen in Quartier, Frühlingssemester
Wieso wird ein Mensch süchtig? prakt. med. Maja Hess

Ausgehend vom Bericht über die offene Drogenszene auf dem Platzspitz in Zürich in den 80-er und 90er-Jahren, erklärte uns Maja Hess, welche Faktoren bei einem Menschen dazu führen können, süchtig zu werden. In eindrucksvoller Weise schilderte sie auch, wie damals ein Programm erarbeitet wurde, um diesen Menschen zu helfen. Insgesamt förderte der interessante Vortrag unser Verständnis für abhängige Menschen und zeigte uns Wege auf, wie ihnen effektiv geholfen werden kann. Vielen Dank für diese wertvollen Inputs.

Gemeinsam Znacht

Dieses Semester pflegen wir eine neue Art von sozialem Engagement: Gemeinsam Znacht. Eine Initiative, die in Zürich gegründet wurde und bereits in mehreren Schweizer Städten gepflegt wird. Flüchtlinge werden von Einheimischen eingeladen für ein gemeinsames Abendessen, um ihnen einen Einblick in unsere Kultur zu gewähren und um sich gleichzeitisich selber für uns unbekannte Menschen zu öffnen.

Unsere jungen Gäste kamen einmal aus Syrien, ein anderes Mal aus Afghanistan. Wir hatten jeweils ein gemütliches Abendessen mit einem feinen Menu, zum Beispiel Gemüselasagne, Salat und zum Dessert Zitronen-Mousse. Im Anschluss setzten wir uns im zusammen zum Plaudern. Bei einer Tasse Tee und Guetzli gab es einen angeregten Austausch. Die Stimmung war sehr angenehmen. Die Flüchtlinge haben uns über ihre jeweilige Geschichte erzählt, über ihre aktuelle Situation in der Schweiz, über ihre Familien….Wir haben ihnen erklärt wie unsere Ausbildung funktioniert. Unter anderem haben wir uns über Sprachen unterhalten und sie haben uns ein paar Worte Arabisch beigebracht und erklärt, wie diese Sprache funktioniert. Auch erklärten wir uns gegenseitige verschiedene kulturelle Bräuche und Feste.

Insgesamt hat uns dieser Anlass sehr bereichert. Wir haben durch unsere Gäste eine für uns ganz fremde Realität kennengelernt und waren beeindruckt, was diese jungen Menschen mitgemacht haben und mit welchem Mut sie in die Zukunft gehen. Wir waren sehr berührt und wurden zum Nachdenken angeregt.